LEGALISIERUNG UNTER STAATLICHER AUFSICHT
Uruguays linker Präsident José Mujica initiierte einen wegweisenden Schritt in der Drogenpolitik seines Landes, indem er die Legalisierung von Marihuana unter staatlicher Aufsicht befürwortete.
Er argumentierte, dass dies den Schwarzmarkt zerstören würde, da staatlich reguliertes Marihuana zu einem günstigeren Preis angeboten werden könnte als von kriminellen Banden.
Zudem würde die staatliche Kontrolle eine bessere Überwachung der Konsumenten ermöglichen und eine effektivere Aufklärung über medizinische Aspekte gewährleisten.
SYMBOL FÜR INDIVIDUELLE FREIHEIT
Insgesamt wurden drei legale Wege für den Zugang zu Marihuana eingeführt:
- den Kauf in lizenzierten Apotheken
- den Eigenanbau
- und die Mitgliedschaft in Cannabis-Clubs.
Xavier, ein Einwohner des Landes, schätzt diese neue Möglichkeit, hochwertiges Marihuana zu einem angemessenen Preis zu erhalten. Er betont, dass die Legalisierung nicht nur den Zugang erleichtert, sondern auch die Freiheit der Konsumenten stärkt, da sie nun ihre Rechte ausüben können.
Legal, aber nicht problemlos
Trotz der Legalisierung von Marihuana in Uruguay besteht der Schwarzmarkt weiterhin, da viele Konsumenten sich nicht registrieren lassen möchten, was für den legalen Erwerb erforderlich ist.
Besonders in ländlichen Regionen mangelt es an autorisierten Verkaufsstellen. Obwohl die Anzahl der Konsumenten seit der Legalisierung nicht signifikant gestiegen ist, gibt es Bedenken bezüglich der Gesundheitsrisiken des Kiffens.
Neue legale Verkaufsstellen haben jedoch einen erheblichen Anteil des Marktes erobert, was zu mehr Steuereinnahmen und neuen Arbeitsplätzen führt.
Trotzdem wird eine Weiterentwicklung des Gesetzes gefordert, um die Produktion zu erweitern und die medizinische Nutzung von Cannabis zu verbessern.
Quelle:
Rottscheidt, I. (2024): Uruguay als Vorbild bei der Cannabis-Legalisierung? tagesschau.de,
https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/uruguay-cannabis-legalisierung-100.html





